Zeitungsmedien – der Einfluss sinkt

Schon gemerkt?

Die WZ macht in Paidtime. Sie klicken auf einen Artikel und nach ca. 20 Sekunden ist er weg und sie sollen bezahlen. Auf spiegel.de und bei der nzz.ch sind alle Artikel, die mehr als reine Nachrichten sind, fast immer Bezahlartikel. Auf spiegel.de kostet ein Artikel 39 Cent, also zehn Artikel kosten 3,90. Unverschämte Preise.

Andere machen komplett zu nehmen und bieten dafür aber dann für akzeptale 5 Euro pro Monat den unbeschränkten Zugang. Da wird aber auch gefuscht, wenn die digitale Webseite nicht alle Artikel der Druckausgabe enthält sondern nur ein Abklatsch einiger Artikel mit viel Werbung drumherum ist. Dann sind 5 Euro eine Unverschämtheit, zumal die Webseite dann eigentlich nur dem Finden über google und Facebook gilt, damit man auch digital im Gespräch bleibt.

Das verändert wahrscheinlich das Surfverhalten. Weg von dort und hin zu denen, die nichts nehmen. Da bleiben neben gez-medien viele übrig, weil gerade bei gez-medien wenig zu lesen ist.

Deshalb haben auch viele alternative Medien einen großen Zulauf. Und dass diese z.T. auch ganz gut von Werbeeinnahmen leben, kann man an der Debatte um die populären „populistischen“ Medien erkennen.

Aber so ganz verabschieden sich auch die alten privaten Medien nicht. Egal ob Süddeutsche Zeitung, Spiegel oder andere, die Meinungsartikel bleiben meistens frei, weil man wahrscheinlich doch noch ein bißchen Einfluß haben will. Hinzu kommt, daß sie nur Anzeigen erhalten, wenn sie doch noch Leser haben …

Ob das funktioniert darf aus sachlichen Gründen bezweifelt werden, weil man ja fast nichts mehr findet auf den Seiten.

Und dann die Sache mit dem Adblocker.

Ich persönlich habe ihn ausgeschaltet auf den Seiten, die darum gebeten haben und bin dann in vielen Fällen schwer enttäuscht worden wie man u.a. hier sehen kann.

Nichts gegen Werbung aber doch nicht so.

Eine Reihe Werbung und ein Artikel ohne digitales Stalking und alles ist so wie in gedruckten Zeitungen. Da gibt es keine Probleme. Aber diese gezielte Überfallwerbung mit digitalem Stalking will ich nicht.

Also wieder Adblocker an oder Seite wechseln.

Bisher habe ich übrigens noch keine Seite vermißt, die ich nicht mehr besucht habe.

Ich empfehle daher digitale Zeitschriften, also gedruckte Ausgaben in digitaler Form wobei manche speziell für Digital „optimiert“ wurden. Die haben auch Werbung auf ihren Seiten aber sind weder aufdringlich noch verfolgen sie dich in dieser Form und die Flatrate ist bezahlbar.

So gewinnen alle.