Tourismus in Remscheid lebensgefährlich für Wanderer

Als vor der Regionale 2005 angeregt wurde doch endlich einen vernünftigen Fußgängerweg von Remscheid Ehringhausen über Tyrol nach Solingen Burg zu machen, wurde dieses Projekt bewußt ignoriert. Zehn Jahre danach wird es für Wanderer immer gefährlicher und für Anwohner auch.

Remscheid ist wahrscheinlich führend im Abholzen der Wälder, wenn ich mir anschaue, wie massiv dies geschieht. Tourismus eher Fehlanzeige …

Tag für Tag und auch Sonntag für Sonntag laufen die Menschen die Straße Richtung Tyrol runter, weil es von Remscheid-Ehringhausen überhaupt keinen Fußweg bzw. Bürgersteig in den Stadtteil Tyrol gibt.  Man muß einen riesigen Umweg über den „Rentnerweg“ machen, um überhaupt dort irgendwann anzukommen, obwohl es Luflinie nur ca. 100 Meter sind. Und von dort nach Solingen Burg zu kommen ist ebenso schlecht möglich.

Es gibt also einen Stadtteil von Remscheid (vielleicht sogar noch mehr), den man über einen direkten Bürgersteig an einer Hauptstraße(!) nicht erreichen kann als Anwohner oder Besucher.

Solingen macht es anders und ist bürgerfreundlicher:

Solingen Bürgersteig Richtung Remscheid

Solingen Bürgersteig Richtung Remscheid

Hier sieht man, daß von Solingen aus bis zum Brückenpark nach Müngsten und bis zur Anschlußstraße nach Remscheid ein vernünftiger Bürgersteig mit Handlauf vorhanden ist. So können Wanderer vernünftig und sicher gehen.

Genau umgekehrt ist es in Remscheid Richtung Tyrol und Solingen:

Remscheid hat keinen Bürgersteig - Lebensgefahr für Fußgänger und Wanderer

Remscheid hat keinen Bürgersteig – Lebensgefahr für Fußgänger und Wanderer

Wer zum Stadtteil Tyrol in Remscheid will, kann dies nicht zu Fuß! Und wer auf der Burger Straße fährt weiß, daß dort oft Fußgänger anzutreffen sind, die sich in direkte Lebensgefahr begeben, weil dort kein richtiger Seitenstreifen ist und schon gar kein Bürgersteig.

Und von Tyrol führt natürlich auch kein Weg weiter nach Solingen Unterburg. Aber das habe ich ja schon mal geschildert.

So kann man am Beispiel von Remscheid und Solingen sehr schön den Unterschied zwischen einer bürgerfreundlichen und einer bürgerfeindlichen Stadt sehen und hier vor allem auch noch beim Tourismus.

Bei solchen Verhältnissen – die sicherlich auf andere Bereiche übertragbar sind – ist mir dann auch klar, wieso die anderen Städte mit Remscheid nicht zusammenarbeiten wollen. Diese Unattraktivität als Markenzeichen verursacht nur Kosten ist eher eine spezielle No Go Zone für die Bürger von Solingen und Wuppertal – und für andere Auswärtige dann ebenso.

Denn wer Schloß Burg besucht, hat so gar keine Chance zu Fuß über Tyrol sicher zu Fuß nach Remscheid zu kommen und von dort über andere Wege weiter oder zurück.

Und niemand kann sagen er hätte es nicht gewußt oder es hätte keine Finanzierungsmöglichkeit gegeben. Die Chance war schon vor über zehn Jahren da.