Standort Kremenholl der GHS Wilhelmstraße wird Notunterkunft

17.09.2015 – Mitteilung der Stadt Remscheid:

Weil die Stadt Remscheid dazu aufgefordert ist, mehr Kapazitäten zur Unterbringung von Flüchtlingen vorzuhalten, hat sie jetzt einen weiteren Standort ausgemacht. Als dritte Notunterkunft für flüchtige Menschen richtet sie ab sofort das Gebäude der Schule Tersteegenstraße (Kremenholl) her. Das in den ehemaligen Schulgebäuden Pestalozzi (Lennep) und Hölterfeld (Hasten) umgesetzte und bewährte Betreuungs- und Sicherungskonzept für Notunterkünfte findet auch hier Anwendung. Die Kostenzusage für Gebäudeanpassung und Einrichtungsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen gilt weiterhin.

Das Schulgebäude mit Mensa, geschützter Pausenhalle und angeschlossener Einfachsporthalle entspricht im Stadtgebiet am ehesten den vielschichtigen Anforderungen an einen Gebäudekomplex, der innerhalb weniger Tage zur Unterkunft für mindestens 210 Menschen – so die erste Schätzung – werden könnte. Das hat die Begutachtung der eigens hierfür eingerichteten städtischen Task Force unter Federführung von Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke ergeben.

Zurzeit sind am Schulstandort Tersteegenstraße die Klassen der Fachoberschule des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs sowie vier Klassen der GHS Wilhelmstraße untergebracht. Sie werden nun in enger Abstimmung mit den jeweiligen Schulleitungen verlagert. Dank der hohen  Bereitschaft aller verantwortlichen Akteure auf Schulleitungsebene, hier schnelle und praktikable Lösungen zu finden, sind Ersatzstandorte gefunden. Die Klassen der Hauptschule ziehen übergangsweise in leerstehende Räume am Haupt-Standort Wilhelmstraße. Die Klassen der Käthe-Kollwitz Schule nimmt das Berufskolleg Technik in der Neuenkamper Straße auf. Der Schulbetrieb ist also sichergestellt.

Gleiches scheint für den Schul- und Vereinssport zu gelten, der aktuell in der Einfachsporthalle stattfindet. Erste Gespräche lassen darauf hoffen, dass auch hier kurzfristig praktikable Lösungen gefunden werden.

Wann die Bezirksregierung Arnsberg unserer Stadt als Erstaufnahmestelle die nächsten Flüchtlinge zuweist, ist zurzeit genauso ungewiss wie deren Anzahl und Herkunft. Fest steht, dass diese Information nicht abgewartet werden kann. Mit Blick auf das vergangene Procedere ist täglich mit Neuzuweisungen zu rechnen. Hierauf muss unsere Stadt vorbereitet sein. Mit dem neu bestimmten Standort am Kremenholl ist eine wichtige Entscheidung getroffen. Nun gilt es, den Schulkomplex schnellstmöglich herzurichten und so auszustatten, dass die ankommenden Flüchtlinge in würdevoller Atmosphäre eine erste Bleibe vorfinden. Hieran arbeiten – wie schon seit Wochen – alle beteiligten Kräfte mit Hochdruck.

Wie bereits vor Inbetriebnahme der Notunterkunft Hölterfeld im Stadtteil Hasten geschehen, wird die die Stadt Remscheid über die Unterbringung von Flüchtlingen am Schulstandort Kremenholl bei einem Bürgerinformationstreffen ausführlich informieren. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz wird hierzu zeitnah einladen.