Nazilöwe in Remscheid wird restauriert – Gedenken an Opfer in Pferdestall verbannt

So wird Geschichte und Erinnerung gemacht. Unter dem Jubel der Politik wird die Erinnerung an die Opfer der Nazis erfolgreich in den Pferdestall verbannt. Und wie wir dem rga (17.11.2018) entnehmen können, wird im nächsten Jahr das Nazidenkmal auf dem Rathausplatz renoviert.

Das Mindeste wäre ja dann eine große Tafel am Denkmal, die die historischen Fakten wiedergibt und auf den Pferdestall als Ergebnis dieses Nazisymbols auf dem Rathausplatz hinweist.

Aber ob so viel Wahrheit in der Öffentlichkeit dauerhaft gezeigt wird?

So prägt die Nazizeit an exponierter Stelle das Gesicht von Remscheid und wird nun schick gemacht, während die Opfer im Pferdestall auf dem Polizeigelände bleiben.

Das ist übrigens zugleich ein aktiver Beitrag zum Umgang mit Geschichte: sie wird an den Rand gedrängt.

Während in den Niederlanden Geschichte plakativ dort symbolisch aufgestellt wird wo die Menschen sind und wo der öffentliche Raum gut zugänglich ist, bleibt dies hier außer bei den Gedenksteinen im Boden fast völlig unsichtbar.

Dafür wird das exponierteste Nazisymbol von Remscheid auf dem Rathausplatz nun aufwendig restauriert, damit diese Tradition auch jung bleibt und gut zu sehen ist….

 

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