Natur als Trostmythos auch im Bergischen Land

Mein bergischer Blick auf die Welt

Meine Tatsachen:

„Wo die Wälder noch rauschen“ ist als Bild in vielen Köpfen verankert. Da lohnt ein Blick auf die Wirklichkeit außerhalb des Kopfes:

Hinzu kommt die dauerhafte Luftverschmutzung durch Dieselfahrzeuge auf den Autobahnen und in den Innenstädten. Und Solingen ebenso wie Wuppertal verbrennen ihren Müll in Müllverbrennungsanlagen, so daß direkt in den Innenstädten wieder runterkommt, was vorher da reingekommen ist.

Würde ich jetzt weiter blicken Richtung Ruhrgebiet, dann wäre über die Untertunnelung des Areals zu sprechen. Da müssen nun Jahrhunderte Wasserpumpen laufen, damit die Tunnel nicht volllaufen und die Erde einbricht.

 

Meine Einordnung:

Was mache ich nun mit diesem Wissen?

  • Wenn ich nach Japan blicke, dann erlebe ich, daß nach Fukushima einfach weitergemacht wird und die atomare Verseuchung von Menschen und der Umwelt quasi Pech und Privatsache sind.
  • Wenn ich in Diktaturen blicke, dann erlebe ich, daß dort Kritiker verschwinden und die Reichen und Mächtigen einfach ihre Gier auf Kosten der Anderen befriedigen.
  • Wenn ich in die Abgründe der Religionsterroristen blicke wie dem IS bzw. ISIS, dann sehe ich, wie alle, die sich ihnen nicht unterwerfen – gleich welcher Religion – ermordet und versklavt werden und die Natur und Umwelt ohne Rücksicht ausgebeutet werden, religiöse Heuschrecken zerstören alles direkt.
  • Wenn ich nach Deutschland blicke, dann wird trotz Rechtsbrüchen bei Dieselautos, trotz tödlicher Atemluft, trotz giftiger Kohlekraftwerke nichts für die Bevölkerung getan sondern einfach alles so gelassen. Die Politiker vertreten also nicht die Bevölkerung, die davon krank wird sondern andere Interessen oder kann man das anders verstehen?

Gier und Macht sind die dabei dominierenden Konstanten unseres Wesen.

 

Meine Folgerungen:

Diese Wesenszüge der Menschheit zu regeln ist vielfach versucht worden. Die Antworten finden wir in der Geschichte und Gegenwart.

Direkte Demokratie, soziale Sicherheit und Menschenrechte sind die guten Antworten, Ausrotten und Vernichten sind die schlechten Antworten, die wir in den Geschichtsbüchern finden.

Aber auch hier gilt der Satz, wer halb Kalkutta hierhin holt, der wird zum neuen Kalkutta. Es reicht nicht so zu tun als ob man die Welt regiere und deshalb die Welt ungehindert zu einem kommen könne, wenn die Welt stärker ist und mehr Waffen und Macht besitzt.

Aber die meisten Politiker und Menschen von heute glauben wohl, daß heute schon immer war. Ich empfehle daher nur ein paar Minuten Lesezeit, indem man z.B. etwas von Otto Zierer über Karthago liest.

Wir sind wieder auf dem Weg dorthin, die Geschichte des Menschengeschlechts wiederholt sich unter wechselnden zivilisatorischen Vorzeichen.

  • Für mich ist es mehr als denkbar, daß bei diesem Großmachtdenken irgendwann die Ausrottung der Alten beginnt. Herodot weist in seinen Historien darauf hin, daß im Osten Indiens die Padaier lebten als Dareios regierte. Wenn einer der Padaier krank wurde, mussten seine Freunde ihn töten und er wurde gegessen solange das Fleisch noch geniessbar war. So blieb die Population immer jung. Bei den Persern war dies nicht so und wir sehen es heute als kulturellen Fortschritt an, daß wir nicht bei Renteneintritt geschlachtet und gefressen werden. Diese Geisteshaltung kann man nur fördern durch Erziehung und Weitergabe des kulturellen Erbes und durch Volksarmee, Volksabstimmungen und Volkseinkommen. Und man muß den Anfängen wehren. Es gab schon Wissenschaftler und Politiker, die Menschen ab 75 keine Operationen oder neue Hüften mehr bezahlen wollten bei uns in Deutschland in Zeiten der Demokratie.
  • Bei den Spartanern wurden die Spartanerinnen und Spartaner, die noch keinen Ehepartner hatten, in einen dunklen Raum gesperrt und mußten sich eine Partnerin oder einen Partner ertasten. Wir sind zwar keine Spartaner und müssen daher auch nicht so vorgehen. Wir machen es in Deutschland anders und richten unsere Bemühungen nicht mehr an die eigenen Staatsbürger sonst würden alle Familienregelungen für Beamte auch in die Privatwirtschaft übertragen. Denn wer arbeitet und Kinder hat in der Privatwirtschaft hat viele Probleme. Umgekehrt wird jedem, der hier eher nie arbeiten wird und Kinder macht ohne Staatsbürger zu sein, auch wenn er/sie illegal hier ist und keinen Bezug zu unserer Kultur hat, die Aufzucht seiner Kinder und der gesamte Lebensunterhalt inklusive Gesundheitsversorgung bezahlt ohne dafür arbeiten zu müssen oder soziale Arbeit zu leisten oder sich anzupassen und erfolgreich zu lernen. (Einfach ausgedrückt erhält eine Frau mit zwei Kindern und Wohnung ca. 1800 Euro netto vom Jobcenter. Das wären bei 20 Euro pro Stunde brutto ca. 3000 Euro brutto pro Monat. Erst darüber würde es sich lohnen arbeiten zu gehen. Dabei ist der Mann noch nicht berücksichtigt, der vielfach entweder sagt, er lebt getrennt und daher die Frau noch einen Zuschlag für Alleinerziehende erhält und der Mann dann separat Geld und eine Wohnung.)
    Da diese Menschen aus Kulturen kommen, die viele Menschen produzieren und in unserem Sinne nicht arbeiten, laufen unsere Gesetze hier weitgehend ins Leere. Man braucht ja hier nur nicht richtig deutsch zu lernen, um nie anzukommen aber quasi immer Geld zu erhalten. Welch ein Wahnsinn!
    Dabei fasziniert mich persönlich der Blick in die USA. Denn mittlerweile hat es jeder, der hier ankommt und das Wort Asyl ruft besser als jeder US-Bürger, der arbeitet, weil hier sofort alles mit Gesundheitskarte von den Staatsbürgern bezahlt wird über ihre Sozialversicherung und ihre Steuern auf Kosten unserer eigenen sozialen Absicherung. Das gilt übrigens nicht für die, die es beschließen. Die werden von Kürzungen und Ausgrenzungen nicht betroffen. Deshalb der Hinweis von mir auf Golo Mann und den Untergang Roms.

Das sind nur zwei Beispiele zu den Themen Alt und Jung von unendlich vielen aus der Geschichte und Gegenwart unserer menschlichen Rasse, die zeigen, daß alles möglich ist, je nach Umständen, Druck und Weltbild.

Historisch betrachtet stehen die Zeichen auf Untergang unserer Wertewelt, wenn sich nichts ändert. Wenn es dann mal einen neuen Herodot geben würde, wären wir Deutschen bestimmt auch ein paar Seiten wert, so wie viele andere Stämme, die untergegangen sind.

Allein die aktuelle gedankliche Kette hat es in sich: schlecht bezahlte Arbeit und Verarmungsregel bei Hartz 4 für Fleissige, Arm im Alter, Rente erst mit 67 und keine Hüfte mehr mit 75. Bis auf den letzten Vorschlag ist der Rest für immer mehr Staatsbürger schon umgesetzt.

Wenn ich nun in die Welt von heute blicke, dann erlebe ich die Vermassung, weil es zu viele Menschen gibt und noch mehr geben wird. Überleben und Sex sind die Grundkonstanten, die zugleich den Untergang einleiten.

Und weil in Afrika besonders viele Menschen produziert werden, auch wenn sie sich nicht ernähren können und kostenlose Verhütung möglich ist, beschließen die Europäer nicht etwa für weniger Geburten mehr zu geben sondern stattdessen für mehr Menschen mehr Geld zu geben.

Und mit den Steuergeldern in Deutschland wird alles gemacht nur keine soziale Verbesserung bei denen, die hier arbeiten, gearbeitet haben oder in Rente sind. Lieber mehr Armut und dafür mehr Geld für Asyl?

So leben wir den Widerspruch und zersetzen jegliche Ideologie würde Max Frisch vielleicht sagen.

Die Vermassung führt durch die Digitalisierung zu einem für mich spürbaren Verlust von Privatsphäre. Ich werde als Einzelperson kaum mehr wahrgenommen sondern digital kontrolliert.

Wer aber jetzt geboren wird, für den ist die Welt immer so gewesen und er/sie wird damit so aufwachsen. Ebenso wie mit den Bergen aus Müll und den Wolken aus Quecksilber.

Früher starben viele Menschen jung im Krieg oder an Epidemien, heute sterben die Menschen auch an Zivilisationskrankheiten oder an Drogen.

Geändert haben sich die Umstände aber nicht die Tatsachen.

Wir erinnern uns sicher alle der erzählten Gräueltaten aus dem Bosnienkrieg. Muslime und Christen lebten friedlich nebeneinander und plötzlich kam da die Armee und drückte dem Einen eine Pistole in die Hand mit der Aufforderung, den andersgläubigen Nachbarn zu erschiessen, wenn er/sie nicht selbst erschossen werden wollte.

Das ist ja auch das Prinzip des IS. Die Hautfarbe, der Glaube, die Meinung – diese Unterscheidungsmerkmale reichen zum Ermorden. Das abzuschaffen bedeutet in einer Welt, die so ist, über genug Macht zu verfügen, um dies auch mit Gewalt durchzusetzen. Denn Vernunft reicht bisher nicht.

Wenn du den Frieden willst, rüste zum Krieg, sagten die alten Römer.

So wunderbar die Gabe des Wissens ist, so wenig hat sie doch Macht über das Geschehen, sagt Spartakus bei Arthur Koestler.

Das Soziale ist unser Schicksal, das Asoziale ist unsere Herausforderung, sage ich.

Die Antworten auf diese Fragen finden wir in dem vergangenen Geschehen: Frieden und Freiheit ist die Antwort, die hier früher gegeben wurde. Soziale Sicherheit und Rechtssicherheit im Rahmen repräsentativer demokratischer Prozesse waren dabei Fundament. Bewährt hat sich dies besonders in der Schweiz und nach der Französischen Revolution in Frankreich und in Großbritannien bis zu Maggie Thatcher, die dann aus diesem Land eine soziale Bruchbude machte. In Deutschland ging es gut bis die neoliberale Gesinnung in fast allen Parteien das Handeln übernahm.

Unser Blick hat sich nun erweitert.

Wir sehen wie China und Indien ebenso wie Russland stärker werden. Sie sind nicht vergleichbar in ihrem sozialen Aufbau und in ihrer Staatsstruktur. Die EU öffnet nun der Diktatur China die Tore und boykottiert Russland. Die Diktatur China bringt ihre Waren hierhin, sie kaufen hier auf, sie übernehmen Dienstleistungen und dominieren zunehmend unsere sozialen Strukturen.

Die alte Sicherheit in der ich aufgewachsen bin, die jedem einen Platz gab und auch die Illusion, dabei sein zu können, wenn man nur ehrlich, anständig und fleissig ist, ist weg. Der deutsche Staatsbürger, der seinem Land militärisch oder zivil dient und in sicheren Grenzen leben darf mit einem Sozialsystem, das ihn schützt, wurde politisch vernichtet und ist nur noch in Resten vorhanden. Unter der Ideologie des Neoliberalismus wurde dies alles aufgegeben, die von links bis rechts vertreten wurde und z.T. noch wird. Selbst die AFD als medial „rechte“ Partei besteht noch zu einem Teil aus Wirtschaftsliberalen, die gerade auch einen politischen Widerspruch leben: einerseits wollen sie raus aus dem Euro und mehr neoliberalen Markt jenseits der EU und andererseits sind sie gegen unbegrenzte Zuwanderung ohne Kontrolle, weil sie damit die Stimmen der Wähler bekommen. Mal sehen wie sich diese Partei entwickeln wird. Aber so ist Politik. Da Politik der Weg der Regierenden zur Karriere für die Herrschenden ist, dürfen wir gespannt sein und brauchen uns nicht wundern. Es ist ja auch solange nicht schlimm wie die Menschen darunter nicht leiden. Aber genau das wurde ja seit der Agenda2010 durch die gesamten Parteien in den Regierungen umgesetzt. Jetzt haben wir wieder Angst als bestimmendes Thema, Angst vor Arbeitslosigkeit, Angst vor der Verarmung wenn man arbeitslos wird wg. der Verarmungsregel, Angst vor dem Alter, Angst vor Krankheit etc. Parallel wird hier eine neue Mischung aus parallelen Gesellschaften gezüchtet, politisch gewollt und bezahlt, denn Integration findet real kaum statt.

 

Meine Prognose:

So sieht es aus und damit ist in ungefähr zehn Jahren dieser Staat in der bisherigen Form am Ende. Das ist die Situation, die beantwortet werden muß. Hätte Luther noch einen Apfelbaum gepflanzt?

Ja sicher, wenn er die besseren Verhältnisse in Österreich, Schweden, Dänemark, Norwegen, Niederlande oder die Schweiz etc. sieht, um nur in Europa zu bleiben. Es geht also anders und viel besser.

Geld führt heute wie früher und wir sollten uns fragen, wohin es uns führt.

Weil wir schon mal bessere Zeiten hatten und diese auch wieder neu bauen könnten, gibt es noch Hoffnung.

Aber nichts kommt von selbst.

Neben politischen Reformen sind Augenmaß, Toleranz und Grenzen gute Ansatzpunkte für die weitere Orientierung.

Und zu verstehen, warum wir zwischen Herrschenden und Regierenden unterscheiden müssen, um Strukturen und Entscheidungen zu verstehen.

Hinzu kommt mehr Demokratie wie in der Schweiz und keine Angst vor dem Verteidigen der eigenen Werte.

Übrigens haben wir Deutsche nur Deutschland oder glaubt jemand, er könnte als Deutscher in einem anderen Land so leben wie hier, wenn wir nicht mehr so sind wie jetzt?

Aktuell profitieren wir noch davon, daß wir eine Wehrpflicht, soziale Sicherheit für quasi alle und klare Grenzen hatten (nicht haben).

Je mehr dies nun abgeschafft wird, desto schlimmer wird es werden:

  • die Wehrpflicht wurde abgeschafft, so daß die Volksarmee, die das eigene Land verteidigt, aufgelöst wird,
  • die Agenda 2010 hat die soziale Sicherheit zerstört, die Bildung entwertet und die Tugenden von Fleiss und Ehrlichkeit zerstört
  • und die Auflösung der Grenzen hat dazu geführt, daß Kontrolle durch Unsicherheit ersetzt wurde.

Das ist alles von Menschen gemacht worden mit Namen Neoliberalismus, neue soziale Marktwirtschaft etc.

Man kann dies ändern, indem Prinzipien eingeführt werden wie z.B.

  • keine Zweiklassengesellschaft in Gesetzen für Abgeordnete/Arbeitnehmer, Renten/Pensionen,
  • die Rückkehr des Rechts statt der Rückkehr der Schleuser
  • und mehr direkte Demokratie statt weniger.

Aber wollen die meisten Menschen das?

So bleibt uns nichts als die Freiheit zu leben, zu handeln und zu sterben – mit oder ohne Augenmaß, Toleranz und Grenzen.

Und wer will kann hier solange noch in die Waldreste gehen, die es hier noch gibt. Und wer dann Sätze hört wie „Wo die Wälder noch rauschen“ könnte auch auf den Gedanken kommen das Wort noch zu betonen, als ob man damals schon ahnte, wie schlimm es einmal um die Umwelt bestellt sein wird.

Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, daß diese Gedanken weh tun aber nötig sind, um Wirklichkeit in Worte zu fassen.

Du blickst in die Gesichter von Menschen und siehst die Seelen von wilden Tieren, schrieb einmal ein römischer Philosoph. Das gehört zum Leben. Und dies so zu regeln, daß wir alle damit ohne gegenseitig Schaden zu nehmen, leben können, ist die Aufgabe der Menschheit.

Das Grundgesetz regelt diese vorletzten Dinge wie andere Verfassungen auch. Regeln bedeutet aber auch durchsetzen im Sinne von Hannah Arendt, weil Macht nur durch Gegenmacht begrenzt wird.

Es genügen schon ein paar Vorschriften um die wilden Tiere zu entfesseln und im Zeitalter der social media und deren Kontrolle geht dies indirekt auch schon mit Bonussystemen.

Aber wir können es zusammen auch ändern und nicht so weit kommen lassen – mit Augenmaß, Menschlichkeit und klaren Grenzen, die die Forderungen für ein Zusammenleben beinhalten.