Lügenpresse bestätigt?

Nun ist es „amtlich“:

„Die von der Otto Brenner Stiftung der IG Metall geförderte Studie wird erst im Herbst abgeschlossen. Zwischenergebnisse liegen schon vor. …Insgesamt seien 82 Prozent aller Beiträge zur Flüchtlingsthematik positiv konnotiert gewesen, zwölf Prozent rein berichtend, sechs Prozent hätten die Flüchtlingspolitik problematisiert.

Reichweitenstarke Medien hätten sich das Motto der Bundeskanzlerin – „Wir schaffen das“ – zu eigen gemacht. … Rund zwei Drittel der tonangebenden Medien hätten zunächst „übersehen“, dass die Aufnahme von Flüchtlingen in großer Zahl und die Politik der offenen Grenzen die Gesellschaft vor neue Probleme stellen würden. Nur ein Drittel der Berichte hätten von September 2015 an Probleme aufgegriffen. Parallel dazu habe sich die Einstellung der Bevölkerung gewandelt. Insbesondere die „Tagesschau“ habe das Thema jedoch fast nur abstrakt, entlang der politischen Debatten in Berlin aufgeschlüsselt.“

Ich gehöre zu den sechs Prozent, die von Anfang an kritisch, seriös und sachlich über die Naivität und grundgesetzwidrige Politik von Merkel, der Bundesregierung und dem Bundestag berichtet haben.

Wenn Einzelpersonen mehr über die sozialen Sachverhalte in Deutschland wissen und schreiben als die hochbezahlten Journalisten, dann kann man sich den Rest ausrechnen ohne zu weit denken zu müssen.

Wenn Bürger mit Realitätssinn damals über „Lügenpresse“ gesprochen haben, dann wird dies nun bestätigt nach meiner Lesart. Die Studie zeigt nach den verlinkten Infos offenbar bewußtes Manipulieren von Meinungsbildung, wenn die Worte stimmen, nicht in allen Medien aber in sehr vielen und vor allem auch in den dominierenden GEZ-Medien.

Und wenn ich die führenden Medien aktuell beobachte, dann ist bei den meisten immer noch nicht die Anerkennung der Realität an erster Stelle sondern das Schreiben ohne zu weit anzuecken.

Aber langsam scheint sich bei Teilen das Meinungsklima ja zu wandeln.

Um die Ecke denken und aus der Praxis einzuschätzen ist eben anders als man es auf Journalistenschulen lernt würde ich mir so denken. Aber ich muß zugeben, was nutzt das ganze Denken und noch viel mehr das ganze Wissen, wenn falsches Denken und fehlendes Wissen nichts machen – und sogar beim Karrieremachen helfen. Und der Ketzer, der die Wahrheit sagt, wird ausgegrenzt. Insofern haben die Merkel-Singer alles richtig gemacht…

Wie weit die Verquackung bzw. Verquickung von Politik und Journalisten geht, kann man gerade am Beispiel des Regierungssprechers Seibert erleben. Das ist ja der deutsche Vorzeigejournalist, der in die Politik ging:

„Seibert war 21 Jahre als Journalist beim ZDF tätig und genießt daraus resultierende interessante Privilegien. Anstatt den Arbeitsvertrag beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu kündigen, als Seibert in den Dienst der Bundesregierung eintrat, ließ er diesen nur ruhen und vereinbarten ein Rückkehrrecht. Das Verfahren entspreche der „geübten Praxis“, teilte der ehemalige „heute-journal“-Moderator und heutige Regierungssprecher Seibert mit. Dem widerspricht der ehemalige Regierungssprecher von Helmut Kohl, Friedhelm Ost. Er kenne keinen einzigen Regierungssprecher, der ein Rückkehrrecht zu seinem ehemaligen Sender genossen habe. „Ich habe damals alle Kontakte zum ZDF abgebrochen“, sagte Ost. Auch Seiberts bisherige Stellvertreterin Christiane Wirtz, die im Juni als beamtete Staatssekretärin ins Bundesjustizministerium wechselte, lässt den Vertrag bei ihrem früheren Arbeitgeber Deutschlandradio nur ruhen. Das Deutschlandradio will zur Person Wirtz nicht Stellung nehmen, grundsätzlich gelte aber, dass Rückkehrer im Falle eines Interessenkonflikts gegebenenfalls in einem „programmfernen Bereich“ eingesetzt würden.“

Wir reden hier von Menschen, die rein von Steuergeldern (gez) bezahlt werden. Das ist also ein Musterbeispiel für den Zusammenhang von Journalismus und Politik. Na bravo, dann wundert mich nichts mehr.