Die Wölfe aus dem Rathaus …

Gegen Hass und Gewalt ist eine Ausstellung mit Skulpturen von Rainer Opolka organisiert worden, die aktuell vor dem Rathaus in Remscheid standen.

Sie starren auf den Nazilöwen (mehr Infos hier) und einige sind an den Rändern des Rathausplatzes aufgestellt.

Ich sprach mit Herrn Opolka und wies darauf hin, dass viele sich aus Enttäuschung über die SPD und ihre Verarmungsorgien bei den Ehrlichen und Anständigen der AFD zugewandt haben.

Und ich fluchte natürlich über die Agenda2010.

Und dann?

Ja dann kam auf einmal Hans-Werner Bertl dazu und sie begrüßten sich erfreut. Bertl hat als Bundestagsabgeordneter aktiv für die Einführung der Agenda2010 gestimmt. Ich habe das auch so gesagt, daß er mitverantwortlich ist für die Armut, Altersarmut und Verelendung von hunderttausenden von ehrlichen Menschen. Opolka murmelte dann etwas von Versöhnung. Ich bin gegangen aber es ging mir nicht aus dem Kopf.

Opolka hat recht. Ich würde mich gerne versöhnen. Aber das geht nur, wenn das Unrecht wiedergutgemacht wird. Das kann man nämlich durch Ausgleich der Rentenkürzungen und reduzierte Sozialabgaben, aber sie tun es nicht sondern geben das Geld für andere aus.

Asylsuchende und Kindermacher sind die Gewinner – Rentner, Kranke und jüngere fleissige Arbeitnehmer sind ab der  Agenda2010 die Verlierer.

Das ist das neue Deutschland.

Das ist die neue Politik und dafür gibt es viele Anhänger. Und weil dies auf Kosten der anderen geschieht, sind diese die Verlierer. Grüne und Linke, SPD und CDU und FDP diffamieren diejenigen, die davon betroffen sind und dies so sehen als „rechts“.

Millionen bleiben enteignet und in lebenslange Armut gestürzt und jetzt jammert man, daß immer mehr der Agenda2010-Opfer unter diesen Verhältnissen „rechts“ wählen, wohl eher eine Alternative suchen und aktiv wählen statt zu schweigen.

(Und wer im Alter mehr hat, der wird z.B. als Betriebsrentner durch doppelte Sozialversicherung immer noch monatlich enteignet und vom Finanzamt wegen seiner selbst bezahlten Betriebsrente (gilt als Arbeitslohn!) geschröpft, während Angestellte im öffentlichen Dienst ihre Zusatzversorgung direkt steuerlich absetzen können und nicht doppelte Sozialversicherung bezahlen müssen. Dabei haben wir von Beamten noch gar nicht gesprochen, die ca. das dreifache einer Rente plus einer Zusatzversorgung erhalten. „Fast jeder zweite Ruhestandsbeamte .. bekommt mehr als 3000 Euro Pension (da ist die Zusatzversorgung nicht bei, m.m.) …, 6,5% sogar mehr als 5000 Euro“ (Bildplus am 19.08.2020).

Die Anhänger der Agenda2010 regieren bis heute, das hat mir auch das gemeinsame Geleitwort von Burkhard Mast-Weisz, Tim Kurzbach und Andreas Mucke deutlich gemacht – wobei CDU und Grüne ja ebenso dafür sind.

Und alle die, die durch diese Politik verelendet leben müssen, sollen ruhig sein?

Der letzte Höhepunkt ist dabei die gerade verabschiedete sog. Grundrente. Das ist keine Grundrente, weil sie abhängig von der Ehe betrachtet wird. Es gibt maximal 420 Euro brutto auf die eigene Rente, aber wer verheiratet(!) ist, muß mit einem ebenso armen Partner zusammenleben, sonst gibt es nichts. Sippenhaft kennen wir von den Nazis und aus China und anderen Diktaturen. Jetzt auch in Deutschland.

Und wenn es etwas gibt, dann ergibt sich daraus maximal ein Betrag von 850 Euro statt 1200 Euro wie in fast allen anderen europäischen Ländern um uns herum. Da aber jede zweite Nettorente in Deutschland unter 1000 Euro liegt im Jahr 2020, müßte das Geld ja denen gegeben werden, die dafür gearbeitet haben und denen man es weggenommen hat. Das will man ja als Agenda2010-Politiker auf keinen Fall.

Insofern sind die Wölfe, die auf dem Rathausplatz stehen, viel mehr.

Sie sind die Verkörperung der Agenda2010 Fratzen. Hier sehen diese Pro-Agenda2010 Politiker ihre eigenen Gesichter, die sie aber lieber auf die anderen projizieren.

Wenn „rechts“ die letzte Hoffnung für soziale Gerechtigkeit wird, dann sind wir wieder da, wo wir mal waren.

Daher ist der Titel „Die Wölfe sind zurück?“ besonders zutreffend.

Man muß es nur richtig sehen. Und das zeichnet Kunstwerke aus. Sie sind offen für Deutungen. Das hat Herr Opolka gut gemacht – mit Freisinn und Kunstverstand.

Nachtrag am 19.08.2020

Heute erscheint ein sehr informativer Artikel im rga von Peter Klohs. Dieser zitiert Herrn Opolka:  „Das Wichtigste sei, so Opolka, die soziale Spaltung zu überwinden. „Wenn uns das gelingt, dann haben die Wölfe keine Chance mehr.“

 

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