Die Rheinische Post und die Zukunft der Arbeit – von der Leitkultur zur Leidkultur

Weil es eine starke visuelle Botschaft ist, möchte ich darüber schreiben. Die Rheinische Post und ihre regionalen Ausgaben haben heute am 1. Mai 2017 ein Foto auf der Titelseite von August Sander aus dem Jahre 1928.

Selbst online wird das Foto gezeigt.

Man hätte ja heute z.B. auch einen Paketboten mit schweren Paketen zeigen können. Aber die Bildredaktion und die Chefredaktion haben es nicht getan sondern ein Bild von 1928 genommen. Das war bewußt und wirft bei mir eine Menge an Fragen auf.

Die Zukunft der Arbeit würde doch eigentlich bei der Gegenwart ansetzen. Hier wird visuell die Vergangenheit gezeigt und dann ein Hilfsarbeiter?

Was will uns die Rheinische Post damit sagen?

Wenn man die Innenseiten liest, dann wird u.a. eine promovierte Biologin vorgestellt, die seit zehn Jahren von Hartz 4 lebt. Das ist sehr real und stimmt und zeigt das komplette Versagen dieser Gesellschaft.

Es ist die Folge von Hartz4 und der Agenda 2010. Die regierenden Parteien haben die Bildung komplett entwertet, man muß quasi jede Arbeit annehmen zu fast jedem Preis und immer nur befristet und wird in die Armut gestürzt.

Und zugleich hängen aktuell überall Plakate im NRW Wahlkampf, wo CDU, FDP, Grüne und SPD über Bildung, Lehrer und Schulen faseln.

Um uns herum in Europa ist es fast überall besser für die, die fleissig waren und gearbeitet haben und dann arbeitslos wurden.

Bei uns gucken die Menschen eher zu, wie sie in die politisch gewollte verarmende Arbeitslosigkeit geschickt werden.

Das ist dann der Übergang von der Leitkultur zur Leidkultur.

Damit aber nicht genug.

Über Nacht sind pro Jahr mehr als 20 Milliarden Euro zusätzlich für Asylanten da.

Dafür wird die Bildung der arbeitslos gewordenen Inländern entwertet, sie müssen ihre Ersparnisse aufbrauchen und werden dann in ein System geschickt, das schon Kafka beschrieben hat. So werden politisch gewollt aus Staatsbürgern würdelose arme Existenzen ohne Chancen auf soziale Teilhabe gemacht. Das ist dann die bewußte Zerstörung der Demokratie.

So ist ein System entstanden, das denen, die hier nie etwas geleistet haben und nie gearbeitet haben, lebenslange Vollversorgung gibt mit der Chance, durch viele Kinder immer mehr zu erhalten und gleichzeitig denen, die hier geboren sind und Leistung gebracht haben, so gut wie alles abnimmt sobald sie arbeitslos werden.

Die Rheinische Post hat das verstanden und mit ihrer visuellen Botschaft recht: Die Zukunft der Arbeit in Deutschland sieht so aus wie es 1928 in der Vergangenheit war.

Spätestens 2028 werden wir wieder ein Land sein, das vom Tagelöhnertum bestimmt wird, bei der die Armut das ganze Leben der Mehrheit der Bevölkerung bestimmen wird und die Zeit danach wesentliche politische Veränderungen mit sich bringen wird.

Und den Menschen, die dann wählen, kann man ihre Entscheidung dann nicht verdenken. Denn die Demokraten und Sozialdemokraten und Christdemokraten und Grüne und die Freien Demokraten haben sie alle mehr oder weniger verraten!

Es nicht so weit kommen zu lassen, gute Sozialpolitik zu machen und genau dies jetzt zu ändern wäre Aufgabe einer Politik für die Menschen und das Volk auf das sie einen Eid geschworen haben.

Und damit das alles noch konkreter wird für Remscheid, Solingen und Wuppertal möchte ich abschließend die Rheinische Post vom 1. Mai 2017 zitieren: „Unterschiede gibt es nicht nur nach Berufssegmenten, sondern auch geografisch: Dramatisch sieht es etwa im Bergischen Land aus. In Solingen, Remscheid und dem Oberbergischen Kreis könnte schon heute ein Viertel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nahezu komplett ersetzt werden.“

Jetzt ist und wäre die Stunde der Patrioten gekommen, um einmal dieses Wort zu benutzen, das plötzlich alle nutzen.

Jetzt müßten die Weichen gestellt werden, damit aus der Leidkultur wieder eine Leitkultur wird.

2028 ist es längst entschieden.