Die politische Klasse kennt kein Erbarmen gegen das eigene Volk

Man muß immer wieder den Charakter von Menschen dokumentieren. Das ist bei Politikern dann am besten der Fall, wenn es sie in einer unbequemen Situation trifft. Dann offenbart sich ihr Charakter.

„Mit Blick auf das von Gabriel geforderte Solidaritätsprojekt für die deutsche Bevölkerung parallel zur Flüchtlingshilfe sagte Schäuble in Shanghai: „Wenn wir Flüchtlingen – Menschen, die in bitterer Not sind – nur noch helfen dürfen, wenn wir anderen, die nicht in so bitterer Not sind, das gleiche geben oder mehr, dann ist das erbarmungswürdig.“ Auch CSU-Chef Horst Seehofer wies den Vorschlag zurück. „Was ist das für eine Schnapsidee“, sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung der rheinland-pfälzischen CDU in Ludwigshafen.“

So können wir es auf zeit.de lesen.

Und Merkel sagt, Gabriel mache sich „klein“, wenn er so sozial für Deutsche eintritt.

Dies ist eine Dokumentation absoluter Asozialität. Es gibt also ein Gemeinschaftsprojekt zur Verarmung wachsender Teile des deutschen Volkes, es wird nicht einmal das vom Grundgesetz vorgeschriebene Existenzminimum eingehalten und nun droht ein sozialer Krieg. Der wird kommen, da bin ich mir sicher – wenn nicht genau das geschieht, was hier abgelehnt wird.

Aber sie tun es bisher nicht.

Daher dokumentiere ich mit diesem Artikel das Versagen der politischen Klasse als es darauf an kam.

Der Gabriel ist nicht so dumm wie viele es sich wünschen. Er hat begriffen, daß staatspolitische Verantwortung ebenso gefragt ist wie das richtige Abwägen der Verhältnismäßigkeiten.

Wenn man aber bewußt immer mehr Menschen per Gesetz verarmen läßt und sie so entpolitisiert weil es die vorgeschriebene Grundabsicherung nicht gibt, dann dient das nur den Reichen.

Insofern ist Schäuble, Seehofer und Teilen der Wirtschaft im Verbund mit einigen Zeitungen klar geworden, wie gefährlich der Vorschlag von Gabriel ist und deshalb wurden sofort die stärksten Waffen medial hervorgeholt.

Zugleich können wir beobachten, wie der Armutsbericht des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband zwar an vielen Stellen letzte Woche zehn Minuten Aufmerksamkeit bekam, aber fast alles andere erhielt mehr Aufmerksamkeit, obwohl hier mehr als 20 Millionen Menschen in den nächsten zehn Jahren drunter fallen werden – dauerhaft.

Man muß auch fragen, wieso alle Sozialverbände nicht zur Demo vor den Jobcentern aufrufen und dort den Widerspruch gegen Hartz 4 verteilen.

Die Arbeitslosen brauchen eine Willkommenskultur und keine Demütigungskultur!

Am 10. März 2016 wird wieder von Erwerbslosengruppen aufgerufen Ansprüche verteidigen – Sanktionen abschaffen! .

Wieso rufen nicht alle Sozialverbände dazu auf und machen dort mit?

Wer wenn nicht die, die täglich das Elend sehen in den Verbänden? Oder gibt es bei den Jobcenter-Mitarbeitern und den Sozialverbands-Mitarbeitern eine Gemeinsamkeit? Das wäre wohl der Verlust der eigenen Arbeitsplätze, wenn es die Armen nicht mehr gibt. Wie arm ist das denn!

So geht es dann immer weiter vorwärts abwärts statt die Kraft für bessere Arbeitsplätze und mehr Absicherung einzusetzen.

Man könnte so viel tun, um das Miteinander zu verbessern. Armut erzeugt aber Hass und Rache und die wird politisch bewußt erzeugt.

Wer über Fremdenhass schimpft, der darf über Hartz 4 und die Verarmungsregel nicht schweigen.