2495 zusätzliche Plätze in Nordrhein-Westfalen für Flüchtlinge aus Ungarn

Pressemitteilung MIK NRW 7.9.2015:

Ausländerfragen, Pressemitteilungen | 07.09.2015

Der erste Sonderzug mit rund 1000 Flüchtlingen erreichte heute um 10.25 Uhr Dortmund. Die Flüchtlinge wurden am Hauptbahnhof mit Applaus und Willkommensschildern begrüßt. „Heute ist Dortmund das Sinnbild dafür, wofür wir in Nordrhein-Westfalen stehen: Toleranz und Hilfsbereitschaft“, lobt Innenminister Jäger in Dortmund.

Über Nacht wurden in 17 Einrichtungen des Landes 1470 Plätze für die Flüchtlinge aus Ungarn geschaffen „Nordrhein-Westfalen steht zu seiner Verantwortung in dieser humanitären Ausnahmesituation“, erklärte Innenminister Jäger. Die Flüchtlinge werden mit Bussen in die bereitgestellten Notunterkünfte gebracht. Bis Montag sollen in sieben weiteren Einrichtungen zusätzlich 1025 Unterbringungsplätze entstehen. Innenminister Jäger dankt allen Helfern für ihren Einsatz.

„Es ist jetzt fünf vor zwölf. Heute muss die Bundesregierung erklären, was sie in dieser sich immer weiter zuspitzenden Situation zur Unterstützung von Ländern und Kommunen beiträgt“, fordert Innenminister Jäger. „Wir können ein Scheitern der europäischen Asylpolitik nicht alleine auffangen.“

Für zusätzliche Kapazitäten wurde die Belegung von bestehenden Einrichtungen aufgestockt oder ihr Start vorgezogen. Zusätzlich wurden neue Einrichtungen kurzfristig errichtet. Die größte ist am Standort des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW (LAFP NRW) in Schloss Holte-Stukenbrock entstanden. In der Nacht zum Sonntag wurden mit der Unterstützung von Hilfsorganisationen und der Feuerwehr kurzfristig 500 Unterbringungsplätze für Flüchtlinge geschaffen.

Aktuell kommen so viele Flüchtlinge nach NRW wie nie zuvor. Wöchentlich nimmt Nordrhein-Westfalen derzeit über 7.000 Flüchtlinge auf. Der 02.09.2015 war der Tag mit den meisten Zugängen. An diesem Tag kamen 1.584 Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen an. „Heute wird es sicherlich einen neuen Rekordwert geben“, erklärt Innenminister Jäger.